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06. September 2014

Kyra Shade im Interview


Vom Pornostar zur Sex-Reporterin

Der Name Kyra Shade ist immer noch stark verbunden mit der Erotikbranche. Kyra gehörte zu den besten Pornostars in Deutschland. Auch wenn sie ihre Karriere vor der Kamera mittlerweile beendet hat, ist sie der Branche treu geblieben.

Bildquelle: Filmszenen aus "Ohne Bockschein darf kein Bock rein" (2004) von Magma

Du warst viele Jahre eine der bekanntesten Pornodarstellerinnen in Deutschland. Mittlerweile hast du dich umorientiert. Was machst du aktuell?

Kyra Shade: Ich arbeite als Chefredakteurin für das Erotikkontaktanzeigenmagazin Happy Weekend. Das macht mir riesigen Spaß. Ich schreibe Artikel für vier verschiedene Rubriken. Ich bin unterwegs in ganz Deutschland und fotografiere auf vielen Erotik-Events, Swingerclubpartys und Messen. Hin und wieder bestelle ich auch mal private Pärchen und Damen in unser Studio nach Essen, die sich als Darsteller(innen) beworben haben, um diese abzulichten und zu interviewen.

Neben der Durchführung fällt da auch jede Menge Planungsarbeit an. In meiner Leserbriefrubrik stehe ich außerdem unseren Leserinnen mit Rat und Tat zur Seite und beantworte spannende Fragen rund um Liebe, Sex und Beziehung.
Außerdem führe ich Regie bei der Amateurfilmserie „Magma swingt“. Mein Terminkalender ist mehr als voll, aber ich habe nur positiven Stress.


Warum hast du dich dazu entschlossen, nicht mehr aktiv vor der Kamera als Darstellerin zu arbeiten?

Kyra: Das hat sich vor nun fast zehn Jahren eigentlich eher ergeben, wie das im Leben oft so ist. Ich habe Ende 2004, neben meiner Tätigkeit als Darstellerin damals bei der Firma Magma/Tabu-Film, damit begonnen das damals neue DVD Magazin Klappe 69 von Happy Weekend zu moderieren. Das hat mir so viel Freude gemacht, dass ich irgendwann bei Happy Weekend freundlich nachgefragt habe, ob ich nicht mehr für die Redaktion machen könnte.

Ich hatte, wie in jedem „normalen“ Job, ein Jahr Probezeit und musste mich einarbeiten. Schreiben war immer schon eine Leidenschaft von mir, ich brauche aber auch Organisationstalent und viel Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und Kontakte, denn nicht jeder kann und „darf“ private Leute beim Sex fotografieren oder ist mit dem Fotoapparat oder einem Kamerateam in Swingerclubs oder auf Erotikevents gern gesehen.

Zu Anfang gab es noch Überlegungen, ob ich meine redaktionelle Tätigkeit nicht mit meiner Tätigkeit als Darstellerin verbinden könnte, aber das wollte die Chefetage nicht. Es war und ist auch vernünftig. Zum einen hätte ich dafür ohnehin keine Zeit mehr gehabt, zum anderen müssen die Leute, die ich aufsuche, ja wissen, was sie erwartet. Es war in dieser Übergangszeit schon manchmal schwierig den Veranstaltern von Events, über die ich berichten wollte, beizubringen, wie sie die Werbung für die Reportage zu gestalten haben. Es hat sich oft so angehört als käme ich zum mitmischen vorbei. Das funktioniert aber gar nicht. Wie soll ich auf diese Weise vernünftig meine Arbeit machen?


Was hat dich ursprünglich dazu bewogen, den Weg eines Pornostars einzuschlagen?

Kyra: Ich bin ein Mensch der eigentlich zwei Seelen in sich vereint. „Kyra“ ist mein so genanntes „Alter Ego“. Sie ist eine Kunstfigur und ein Teil meiner Persönlichkeit. In dieser Zeit damals hat sie die Oberhand über meine Bedürfnisse und Ideen gewonnen. In der Person von „Kyra“ konnte ich viele Dinge tun, die ich mich nie zuvor gewagt hätte. Es war auch eine Art Emanzipation, eine Befreiung von vorgegebenen Regeln und Normen und ein Angriff auf die Doppelmoral der Gesellschaft und die spießbürgerliche Sexualmoral. Als Frau habe ich gegen die Konventionen verstoßen und meine Sexualität aktiv und auch aggressiv nach außen getragen, das hat viele Menschen in meinem Umfeld fasziniert aber auch provoziert. Ich hatte Spaß.

Und wie begeistert waren Familie und Freunde von deinem Berufswunsch?

Kyra: Ich habe sie nicht gefragt, bevor ich diesen Weg eingeschlagen habe. Sie hätten versucht mir das auszureden. Selbstverständlich waren sie nicht begeistert, das kann sich ja jeder vorstellen. Mittlerweile gibt es aber keine Berührungsängste und Konflikte mehr. Das Thema ist vom Tisch.


Hast du noch Kontakt zu deinen ehemaligen Kollegen oder sind sogar Freundschaften entstanden?

Kyra: Ja sicher, ich bin ja nicht aus der Welt, wenn dann wohl eher die anderen. Viele alte Bekannte treffe ich nach wie vor auf der Venus Messe in Berlin. Anstatt in Dessous Autogramme zu geben, laufe ich jetzt locker in Jeans mit dem Fotoapparat durch die Hallen und halte überall ein Schwätzchen, da ich die meisten Aussteller und Stars persönlich kenne. Am Abend feiern wir dann auch mal zusammen. Da ich seit 2001 in der Branche bin, sind aber die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen auch nicht mehr aktiv im Geschäft. Die Branche ist eben schnelllebig.


Wenn ein großes Angebot eines Porno-Labels an dich gerichtet würde, würdest du nochmal aktiv vor die Kamera treten?

Kyra: Nein, die Zeiten sind definitiv vorbei. Ich würde mir heute entfremdet vorkommen, wenn ich noch mal in meine ehemalige Rolle schlüpfen würde. Das passt jetzt einfach nicht mehr. Nicht, weil ich mich für meine ehemalige Tätigkeit schäme, oder am liebsten alles ungeschehen machen würde, wie einige meiner Ex-Kolleginnen, die in der Opferrolle vor die Presse traten, um ihr Image zu verändern, sondern weil ich mich in einem Lebensabschnitt befinde, in dem ich meinen Fokus auf andere Dinge gerichtet habe. Ich war nie Eindimensional, es gibt noch so vieles, was ich im Leben ausprobieren und lernen möchte. Zwangsläufig lasse ich dann auch Lebensabschnitte hinter mir, erinnere mich aber gern an die vielen schönen Erlebnisse, die ich hatte. Ich werde in diesem Jahr 40 Jahre alt, da sollte man einigermaßen gefestigt sein und wissen was man will.


Kyra,
vielen Dank für das Interview!

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